Wenn man es sich richtig überlegt, ist Sperrmüll eine ganz
phantastische Sache. Da gibt es auf der einen Seite Dinge, die
von ihren Besitzern nicht mehr gebraucht werden, und auf der
anderen Seite Leute, die genau diese Dinge gut gebrauchen
können.
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Die einen stellen die Gegenstände an die Strasse, wer was davon gebrauchen kann, kann es sich nehmen, und nur Dinge, die wirklich nichts mehr taugen oder kaputt sind, kommen "auf den Müll". | ||
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Dabei ist es wirklich ein sinnvoller Beitrag zum Umweltschutz, gut erhaltene Sachen vom Sperrmüll zu verwenden, statt neue Dinge, die dazu oft noch eine schlechtere Qualität haben, zu kaufen. | ||
Zudem entsteht beim Sperrmüll, besonders in
Universitätsstädten, oft eine eigene Atmosphäre,
fast schon wie bei einem
Volksfest oder Happening. Das sollte man sich wirklich nicht
entgehen lassen.
Dazu kommt noch ein weiterer grosser Vorteil:
Es werden auch die Müllberge verkleinert.
Im Prinzip ist also Sperrmüll hervorragende Sache.
Es kann sogar noch besser funktionieren, wenn sich alle Beteiligten
an einige Spielregeln halten:
Hier einige Anregungen für die "Sperrmüllproduzenten", also die Leute, die Sachen herausstellen:
- kaputte bzw. noch brauchbare Sachen kennzeichnen! Das gilt
besonders für grosse Haushaltsgeräte, also z.B. Waschmaschinen,
Kühlschränke, Wäscheschleudern, Herde usw.
- Ein grosser Zettel: "KAPUTT" oder "ALT ABER INTAKT"
kann den Sperrmüll-Aktiven die Mühe sparen, ein intakt aussehendes, aber kaputtes Gerät nachhause zu schleppen und
dann festzustellen, daß es doch nichts mehr taugt...
Weiterhin: Als "Aussteller" oder "Heraussteller" stapeln Sie
die Sachen bitte sinnvoll für eine mögliche Wiederverwendung.
Manche machen das schon, aber längst noch nicht alle. Wir
haben z.B. schon wunderschöne grosse alte Lampenschirme
von Stehlampen erlebt, die umgekehrt auf dem Boden standen
und als Behälter für alle möglichen anderen Dinge dienten.
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Das muß ja wirklich nicht sein, vielmehr gehört so ein schöner Lampenschirm obendrauf, wo er nicht so leicht kaputtgeht oder zerquetscht wird. Um den "Kleinkram" (nach Sperrmüll- Maßstäben) zusammenzuhalten, wird sich ja wohl noch ein alter Karton finden... | ||
Auch als "Sperrmüll-Aktivist"sollten Sie sich überlegen, wie
Sie es sich und anderen einfacher machen können:
Das heißt vor allem: Nicht die ganzen Haufen umdrehen und
durcheinanderbringen!
Wenn Sie einfach mal genau hinschauen und den Haufen vielleicht
ein bißchen anheben, dann sehen Sie schon, ob das Teil
da ganz unten noch brauchbar ist oder nicht. Dafür brauchen
Sie aber nicht den ganzen Haufen auseinanderzunehmen.
Wenn Sie das Teil ganz unten unbedingt haben wollen, dann
stapeln sie das, was Sie abräumen, auch wieder einigermaßen
ordentlich.
Sonst passiert nämlich das, was heute schon in
einigen Städten - leider - passiert ist: Weil die jeweilige
Müllabfuhr es leid war, verstreute Müllhaufen wieder zusammen-
zusuchen, wurde der "richtige" Sperrmüll abgeschafft, und
sperrige Gegenstände werden nur noch auf Bestellung abgeholt.
Eine solche Regelung ist ein echter Verlust an Sperrmüllkultur
und führt auch insgesamt eher zu einer Vergrößerung
des Müllaufkommens, da die Möglichkeit zum "Recycling"
dann drastisch eingeschränkt ist.
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